1982 wurde im Zuge einer Landstraße (heute L 2624) in Walldorf die Werrabrücke neu gebaut. Eine moderne dreifeldrige Spannbetonbrücke mit einer Gesamtbauwerkslänge von 66 Metern, ein schiefwinkliger durchlaufender Mittelstegüberbau mit weiten seitlichen Auskragungen – viel moderner kann man den neuen Brückenquerschnitt heutzutage auch nicht berechnen und gestalten. Die jetzt nur 44 Jahre alte Brücke hatte aber zwei wesentliche Schwächen. Zum einen wurden – wie heute bekannt – in dieser Zeit Spannglieder verbaut, die der Spannungsrisskorrosion unterliegen und zum anderen trat an den Betonwiderlagern eine betonzerstörende Alkalikieselsäurereaktion auf. Wegen der damit verbundenen Standsicherheitsgefährdungen musste das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr in den letzten Jahren bereits den Prüf- und Überwachungszyklus verdichten und Monitoring mit Sensorik einsetzen. Ein Erhalt der Konstruktion war nicht mehr zu verantworten. Nach dem Bauwerksabbruch wird an gleicher Stelle ein Neubau mit ähnlichen Geometriedaten errichtet. Das neue Bauwerk soll im Sommer 2027 fertiggestellt werden. Wir sichern für den Auftraggeber die Bauoberleitung, die örtliche Bauüberwachung und die Objektüberwachung der Tragwerksplanung ab.